Medien- und Digitalstrategie

Nicht zuletzt durch die fortschreitende Verbreitung von mobilen Endgeräten erfährt die Nutzung von digitalen Medien in Beruf und Privatleben einen immer größeren Stellenwert. Schule hat daher die Aufgabe, Schüler zu einem zielgerichteten und kompetenten Umgang mit Medien und modernen Arbeitsformen zu befähigen. Um Schüler altersgerecht schrittweise an dieses Ziel heranzuführen, umfasst unsere Medien- und Digitalstrategie vielfältige Bausteine mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Digitale Infrastruktur: In jedem Klassenzimmer ist ein interaktives Whiteboard mit einer Dokumentenkamera installiert. Ebenso können Lehrkräfte in den Räumen der Schule den Unterricht mit Hilfe eines Tablets gestalten. Gegenüber der klassischen Kreidetafel ermöglicht dies einen flexiblen und damit auch modernen Unterricht. So können Medien ohne großen zeitlichen Aufwand in die Unterrichtsgestaltung mit einbezogen werden. Ergänzend verfügt die Schule über mehrere Klassensätze iPads, welche, da im gesamten Schulgebäude ein WLAN-Zugang besteht, in allen Unterrichtsfächern punktuell zum Einsatz kommen können. Ebenso verfügt die Schule über zwei vollständig ausgestattete PC-Räume.  

Tablet-Projekt des Landes Baden-Württemberg: Obwohl Tablets und ein internetbasierter Wissensaustausch in der Arbeitswelt schon lange etabliert sind, werden die Geräte trotz vielfältiger Möglichkeiten an allgemein bildenden Schulen nur vereinzelt eingesetzt. Das Schickhardt-Gymnasium hat daher das Ziel, Tablets als Arbeitswerkzeug schrittweise in den Unterricht zu integrieren und ausgehend von unseren Erfahrungen Einsatzmöglichkeiten der Geräte zu optimieren.

Anfang Oktober 2016 wurde das Schickhardt-Gymnasium als eine der 14 Modellschulen für den Schulversuch "Tablets am Gymnasium" ausgewählt. Zum Halbjahr des Schuljahres 2017/18 ist unsere Schule mit zwei Klassen der Klassenstufe 7 in den Pilotversuch des Landes Baden-Württemberg eingestiegen. Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 werden zwei weitere Klassen der Klassenstufe 7 mit iPads ausgestattet. Da der Pilotversuch auf eine Dauer von drei Schuljahren angelegt ist, endet dieser zum Schuljahresende 2020/21.  Der Einsatz der Geräte beschränkt sich auf ausgewählte Unterrichtsfächer. Ziel ist hierbei nicht der Ersatz herkömmlicher Lehrmittel. Vielmehr sollen die Geräte den Lernprozess im Unterricht sinnvoll und punktuell ergänzen mit dem Ziel, einen didaktischen Mehrwert zu erzeugen (Kooperation, Kollaboration, individualisiertes Lernen, etc. ) und neue Unterrichtsformen zu entwickeln (VR-Projekte, Lernvideos, etc.).

Medienbildung: Die Entwicklung unserer Gesellschaft hin zu einer Mediengesellschaft macht Medienbildung zu einer grundlegenden Bildungsaufgabe. Schüler sollen durch die schulische Medienbildung darin bestärkt werden, dass sie den Anforderungen und Herausforderungen in einer Mediengesellschaft selbstbewusst und selbstbestimmt begegnen können. Dazu gehören eine bedürfnisorientierte, reflektierte, ethisch und sozial verantwortliche Nutzung der Medien sowie die Fähigkeit, mit analogen und digitalen Medien zu lernen, Medien selber zu gestalten und angemessen mit diesen zu kommunizieren. Eine gezielte Medienbildung beginnt an unserer Schule in Klassenstufe 5, wobei hier Grundkenntnisse in Form eines ganzjährigen Unterrichts (Basiskurs Medienbildung) vermittelt werden. Die Inhalte werden in den nachfolgenden Schuljahren in allen Unterrichtsfächern schrittweise vertieft und ergänzt, wobei altersgemäß unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden.