Sozialcurriculum

Angesichts der enormen Bedeutung eines positiven sozialen Miteinanders für den Erfolg von Schule und der derzeit stattfindenden Veränderungen der Lebenswelten und der sozialen Interaktionen vieler Kinder und Jugendlicher in Zeiten von Internet und Smartphone, WhatsApp, Instagram und anderen „sozialen Medien,“ hat sich unsere Schule dazu entschlossen, das soziale Miteinander durch ein spezifisches Sozialcurriculum noch mehr in den Fokus zu rücken und noch weiter zu vertiefen. Diese Entscheidung deckt sich dabei mit einigen der im neuen Bildungsplan 2016 geforderten Leitperspektiven wie „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“, „Prävention und Gesundheitsförderung“ sowie „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

In seinen Zielen und Inhalten versucht das Sozialcurriculum unserer Schule die zentralen Überlegungen und Prämissen anerkannter Modelle und Konzepte zum sozialen Lernen mit den charakteristischen Besonderheiten des Schickhardt-Gymnasiums zu verknüpfen, so z.B. dem Sportprofil, der Erlebnispädagogik oder etwa dem relativ großen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Grundlage ist dabei das Modell des sozial-emotionalen Lernens (SEL) nach CASEL (2003), das Life-Skills-Modell der World Health Organization (WHO) und die u.a. vom Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg geförderten Konzepte „stark.stärker.Wir“ und „Lions Quest“. Aus diesem „Mix“ ergeben sich für die Aktionen und Projekten im Rahmen unseres Sozialcurriculums die beiden folgenden allgemeinen Ziele:

.Wir wollen jeden Schüler und jede Schülerin stark bzw. „resilient“ machen und ihm/ihr dabei helfen, die zentralen (sozialen) Lebenskompetenzen zu entwickeln, die man für ein selbstbestimmtes, gesundes und glückliches Leben braucht.
.Wir wollen die Klassen- und Schulgemeinschaft fördern und festigen und eine möglichst breite und feste Basis der gegenseitigen Achtung und des gegen-seitigen Vertrauens schaffen.

Für Schüler, Lehrkräfte und Eltern macht das partnerschaftliche Klima die Jahre am Schickhardt-Gymnasium zu einer Zeit, die trotz der Mühen und Anstrengungen, die Schule natürlich mit sich bringt, eben auch sehr viel Spaß macht und an die man sich auch Jahre später noch gerne zurückerinnert. Und – fast schon „nebenbei“ – gelingt auch die ureigene Aufgabe von Schule, also die Vermittlung von Bildung, Werten und wichtigen Lebenskompetenzen, in einer solchen Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens und Respektes um ein Vielfaches leichter und nachhaltiger.